Zu entsprechenden Anlässen trinken wir gern auch mal "ein Gläschen"? Aber wer weiß schon genau, was in dem Gläschen drin ist oder wie viel Prozent Alkohol unser Lieblings-Cocktail oder -Schnaps hat?
Grundsätzlich lassen sich Spirituosen in zwei Untergruppen einteilen, in Branntweine (im Volksmund oft nicht ganz korrekt: Weinbrände) und Liköre.
a) Branntwein ist ein Sammelbegriff für alle Produkte, deren Alkoholgehalt mindestens 32 Volumenprozent beträgt. Dazu gehören Cognac, Armagnac, Brandy, Calvados, Rum, Whisky, Wodka und Weinbrand.
Es gibt 2 Gruppen von Branntweinen: Die dunkleren sind aus Wein (Weinbrand = Branntwein auf Weinbasis) hergestellt, die helleren aus Korn (Kornbranntwein), Obst (Obstbranntwein) oder Wacholder (Wacholderbranntwein). Bei der Lagerung sind mindestens 6 Monate vorgeschrieben. Wird am Etikett auf lange Lagerung hingewiesen, muss der Weinbrand wenigstens 12 Monate gelagert worden sein.
b) Schon Mönche im Mittelalter komponierten Likörrezepte aus Branntwein, Kräutern, Gewürzen, Früchten und anderen Zutaten. Ein Vorläufer der Liköre ist der sog. "Aufgesetzte", hergestellt mit Kornbranntwein und Beeren, der in so manchem Haushalt seine Tradition fortführt.
Heute gibt es im Handel eine riesige Angebotspalette an unterschiedlichen Likören. Hergestellt werden die einfachen Sorten aus einer Mischung von Grundlikör und Essenzen (Auszüge aus Gewürzen und Kräutern). Für hochwertige Liköre werden natürliche Kräuter und Gewürze verwendet. Fruchtsaftliköre enthalten mindestens 20 Prozent Saft der genannten Namen gebenden Frucht. Farbstoffzusätze und Aromatisierung sind verboten. Emulsionsliköre (Dickflüssige Liköre) bestehen aus Zutaten, die Fett enthalten wie Eier, Schokolade oder Milch. Diese Stoffe werden mit dem Grundlikör so verbunden, dass eine dickflüssige Mischung entsteht (Emulsion). Hierzu gehören Schokoladen-, Mokka-, Milch- und natürlich der Eierlikör. |
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